Umweltschutz
Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge stellten Unternehmen in Deutschland 2007 potenzielle Umwelt- und Klimaschutzgüter im Wert von 69,5 Milliarden Euro her.
Dies sind über 25% mehr als noch im Jahr 2005. Diese potentiellen Umweltschutzgüter können einerseits dem Umweltschutzzweck dienen, leisten jedoch auch andere Dienste.
Experten vermuten, dass etwa 35 – 40% dieser Güter dem tatsächlichen Umweltschutz dienen.
5,3 Prozent der Industrieproduktion fielen im Jahr 2007 auf potenzielle Umweltschutzgüter zurück.
Bisher ging das Wachstum der Umweltschutzgüterproduktion auf das Auslandsgeschäft zurück. Man konnte in den vergangenen Jahren erstmals auch einen Zuwachs im Inlandsgeschäft verzeichnen. Von 2005 auf 2006 wuchs die Nachfrage im Inland um 10 Prozent. Dies ist vor allem durch den Trend zu erneuerbaren Energien zu erklären.
Trotz allem bleibt der Schwerpunkt der Güterproduktionen die Luftreinhaltung: 38% der Umweltschutzproduktionen waren Staubfilter, Filtersysteme und Katalysatoren.
Auch Geräte der Umwelt – MSR – Technik und im Bereich des Abwassers waren zu einem hohen Anteil beteiligt.
In vielen Bereichen der Industrie bemüht man sich, die Umwelt nicht zu sehr zu belasten. Ein Beispiel für diese Entwicklung ist die Arbeit an den Elektroautos, die zukünftig die mit Benzin betriebenen Fahrzeuge ersetzen sollen.
Auch Hersteller in anderen Industriezweigen engagieren sich für eine umweltfreundliche Produktion ihrer Güter.
So verwendeten Hersteller von Glühbirnen so wenig Quecksilber wie möglich in ihren Lampen.
Viele Unternehmen entwickeln immer neue Strategien, mit denen die Produktion umweltfreundlich gestaltet werden kann. Es findet in einigen Unternehmen auch ein Austausch mit allen Zweigstellen statt – auch mit Sitzen der Firmen in anderen Ländern.
Im Bereich der Technologie wird z.B. bei der Lackierung von Autos darauf geachtet, wasserlösliche Lacke zu verwenden und bei der Versiegelung den Ausstoß von Lösungsmitteln zu senken.
Auch die Verpackung der verwendeten Güter in Mehrwegverpackungen trägt positiv zum Umweltschutz bei.
Einige Autohersteller benutzen leichte Materialien (ähnlich wie bei Elektroautos), um den Energieverbrauch beim Fahren zu senken.
In vielen Güterproduktionen wird der Wasserverbrauch zudem stark reduziert.
Im Bereich Bekleidung berichteten wir bereits über die Verwendung von Bio – Baumwolle und Färbemitteln, welche die Umwelt nicht belasten.
Überlegen Sie persönlich doch einfach mal wo Sie etwas zum Umweltschutz beitragen können. Muss der nächste Einkauf wirklich mit dem Auto sein? Muss wirklich in allen Räumen der Wohnungg Licht brennen? Wie kann ich meine Wohnung richtig lüften? braucht mein Gartenhaus wirklich einen aufwändigen Wasser- oder Stromanschluss? Oft sind es dir Kleinigkeiten im Alltag, die eine Menge zum Umweltschutz beitragen können.